Stadt.Land.Oase Diversitätspionier*innen Unterwegs

Stadt.Land.Oase ist ein künstlerisches Modellprojekt, das die transformative Kraft der Kunst nutzt, um in politisch bewegten Zeiten neue, inklusive Zukünfte zu entwerfen. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen (16–27 Jahre) mit rassifizierten, Migrations- oder Postmigrationserfahrungen. Gemeinsam mit Kulturorganisationen im ländlichen Sachsen – in engem Austausch mit Leipzig und Dresden – entwickeln sie künstlerische Ideen, die entlang der Metapher einer Oase nach Gemeinsamkeiten zwischen Migration, Internationalität und Nach-Wende-Geschichte suchen. So entstehen hybride „Dritte Räume“ mit eigenen Logiken, in denen unterschiedliche Narrative, Perspektiven und Praktiken Platz finden. Diese Räume überbrücken Stadt-Land-Gegensätze, ermächtigen die Teilnehmenden, öffentliche Diskurse aktiv mitzugestalten und regen dazu an, Zugehörigkeit kreativ neu zu denken.


Rückblick: Ideenlabor #1

Die erste Werkstattphase, unser Ideenlabor #1, fand vom 18. bis 25. Juli 2025 in Leipzig und Döbeln statt. In Kooperation mit Treibhaus Döbeln arbeiteten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen und entwickelten Prototyp-Modelle künstlerischer Konzepte, die sinnbildlich dazu beitragen können Räumen, zwischen Stadt und Land, Windschutz zu bieten.


Ausblick: Ideenlabor #2 – Oktober 2025

Nun steht Ideenlabor #2 bevor: Vom 17. bis 24. Oktober 2025 treffen wir uns in Dresden und Hoyerswerda. Gemeinsam mit Hole of Fame (Dresden) und der Kulturfabrik Hoyerswerda werden wir ortsspezifische Kunstinterventionen entwickeln, die die Räume, mit denen wir interagieren, neu gestalten und einen Dialog über Migration, ländliche Lebensrealitäten und Nachwende-Erfahrungen anstoßen. Eine gemeinsame Exkursion zur Kulturfabrik Hoyerswerdavertieft den Austausch mit lokalen Akteur:innen. Bewirb dich jetzt bis zum 30. September 2025 und sei dabei!


Symposium & wissenschaftliche Dokumentation

Im Januar 2026 präsentiert ein öffentliches Symposium in Sachsen die entstandenen Arbeiten und fördert den Wissenstransfer zwischen Teilnehmenden, Forschung und Kulturinstitutionen. Eine begleitende wissenschaftliche Dokumentation hält Erkenntnisse und Strategien für inklusive Kulturarbeit fest und macht sie als Open-Access-Publikation für zukünftige Projekte zugänglich.


Für wen wir da sind

  • Junge Menschen mit rassifizierten, Migrations- oder Postmigrationserfahrungen

  • Kulturorganisationen im ländlichen Sachsen, die Brücken bauen und marginalisierte Stimmen sichtbar machen wollen

  • Künstler:innen & sozial Engagierte, die partizipativ und gemeinwohlorientiert arbeiten

Ob du Modelle entwirfst, Räume zum Leben erweckst oder neue Narrative gestaltest – hier triffst du auf eine kreative Community, die Kunst als treibende Kraft gesellschaftlicher Veränderung begreift.